Aktuelle Städterankings der WiWo und NAI apollo Group: Freiburg oben mit dabei

Städterankings gibt es viele. Wir möchten Ihnen heute zwei weitere Rankings präsentieren, die viele Faktoren berücksichtigen, um einen Standort und dessen Zukunftsperspektiven zu bewerten.

Im Immobilienatlas der WirtschaftsWoche Ausgabe 06/2016 wurden 50 Städte getestet und das beste Chancen-/Risiko-Verhältnis ermittelt. Auch das Städte-Attraktivitäts-Ranking (StAR) der NAI apollo group bewertet neben den üblichen Indikatoren (Einwohnerzahl, Kaufkraft und Arbeitslosigkeit) weitere wohnungswirtschaftliche Aspekte (Leerstand, Neubaubedarf, Preisentwicklung, etc.).

Bereits Ende des vergangenen Jahres präsentierten wir Ihnen die Ergebnisse des 9. Städterankings der DekaBank, bei dem insgesamt 39 Städte begutachtet und auf ihre Attraktivität als Wirtschafts- und Immobilienstandort untersucht wurden. Insbesondere bei den Wachstumsperspektiven schloss Freiburg als beste deutsche Stadt ab und konnte ordentlich punkten.

Allgemeines zum Immobilienmarkt in Deutschland

Doch wie bewerten andere Marktforschungsinstitute den Immobilienmarkt in Freiburg und lohnt es sich noch Wohnungen und Häuser zu kaufen? Dieser Frage gehen wir etwas später näher auf den Grund. Fest steht, dass Freiburg laut WirtschaftsWoche in den letzten 40 Jahren die Anzahl der jährlich gekauften Immobilien verdoppelt hat.

Zuvor blicken wir auf den gesamtdeutschen Bereich. Denn hier hat sich in den letzten Jahren einiges getan, wie dem Test Der große Immobilienatlas zu entnehmen ist. So suchen Deutsche beispielsweise acht Mal häufiger im Internet nach Wohnung kaufen als es noch vor zehn Jahren der Fall war. Die Suchanfragen nach Mietwohnungen haben dagegen nur die Hälfte dieses Anstiegs vorzuweisen, was bedeutet, dass der Kauf von Wohnungen eine bedeutendere Rolle eingenommen hat.

Bei einem Wohnungskauf mussten die 50 größten Städte laut einer Studie von ImmobilienScout24 jedoch auch sieben Prozent mehr Geld einplanen. Das lässt darauf schließen, dass auf Grund der gestiegenen Kosten Selbstnutzer nicht immer kaufen, sondern auch eine Wohnungsmiete in Erwägung ziehen sollten.

Die Ergebnisse aus „Der große Immobilienatlas“ der WirtschaftsWoche

Die WirtschaftsWoche hat sich zum Ziel gesetzt, das Chancen-/Riskio-Verhältnis der 50 größten Städte zu bewerten. Bei der Auswertung wurden unter anderem Indikatoren wie Leerstand, Erschwinglichkeit, Standortdynamik, Übertreibungsrisiko, Preis-/Miet-Entwicklung und Mietrendite berücksichtigt.

Bei den 14 Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern gingen Leipzig mit einer Bewertung von 4,6 Punkten und Hamburg (4,5) als Sieger hervor. Allerdings sieht man bei diesen beiden Städten die Wichtigkeit der Bewertungskriterien. Leipzig hat wie Hamburg zwar eine steigende Preisprognose ist aber bei der Erschwinglichkeit und dem Übertreibungsrisiko deutlich im Vorteil.

Hamburg punktet dagegen mit einer sehr niedrigen Leerstandsquote und einer guten Mietpreisentwicklung. Abgeschlagen und auf den beiden letzten Plätzen sind dagegen die Städte Dortmund und Essen mit je 3,3 Punkten.

Ähnlich wie beim bereits erwähnten Städteranking 2015 schneidete Freiburg beim Test der WirtschaftsWoche überaus gut ab. So belegte die beliebte Stadt im Breisgau bei den 25 mittelgroßen Städten (200.000 bis 500.000 Einwohner) einen sehr guten zweiten Platz hinter Augsburg und vor den beiden drittplatzierten Braunschweig und Münster. Bei den Städten mit weniger als 200.000 Einwohnern liegt Oldenburg vor Potsdam.

Wohnungen in Freiburg besonders teuer

Der Grund für die erneut gute Platzierung Freiburgs liegt vor allem darin, dass der Leerstand sehr niedrig ist, die Stadt über eine ebenso hohe Standortdynamik wie Mietpreisentwicklung verfügt und nur ein durchschnittliches Übertreibungsrisiko aufweist. Einzig die Erschwinglichkeit ist wie erwartet äußerst negativ.

So ist Freiburg mit einem Kaufpreis von 3.575 Euro pro Quadratmeter für bestehende Einfamilienhäuser hinter Wiesbaden die zweitteuerste Stadt aller mittelgroßen Städte. Unter allen 50 Städten sind München mit 6.775 Euro und Stuttgart mit 4.650 Euro die klar führenden und somit teuersten Städte.

Bei den Wohnungen ist Freiburg unter den mittelgroßen Städten sowohl beim Kauf (3.175 Euro pro Quadratmeter) als auch bei der Miete (10,35 Euro) an der Spitze. Wegen der hohen Kaufpreise sollten laut Wirtschaftswoche Selbstnutzer aktuell über eine Anmietung nachdenken. Die Mieten sind derzeit noch nicht so schnell gestiegen wie die Kaufpreise, was natürlich auch an den günstigen Zinsen liegt.

Analyse der Marktforschung NAI apollo group

Anhand der Auswertungen des vergangenen Städte-Attraktivitäts-Rankings, kurz StAR, lassen sich diese Kosten für Einfamilienhäuser und Wohnungen in Freiburg begründen. Denn Freiburg zählte bereits 2013 zu den Städten mit dem geringsten Wohnraumangebot in Deutschland, was auf die positive Standortentwicklung und damit einhergehende Beliebtheit zurückzuführen ist.

Warum ist Freiburg auch bei dieser Marktprognose ganz oben mit dabei?

Bei der Bewertungs-Methodik blickt StAR auf den Status Quo und auf die Marktentwicklung mit Hilfe unterschiedlicher Einzelindikatoren (Kaufkraft, Arbeitslosigkeit, Leerstand, Wohneinheiten je Haushalt, Rendite, Wohnkosten, Haushalts- und Einwohnerzahlen, Baugenehmigungen, Baufertigstellungen, etc.). Neben diesen statistischen Zahlen fliest in die Gesamtbewertung auch das Image einer Stadt. Kriterien sind unter anderem auch die Präsenz einer Hochschule.

Im deutschlandweiten Gesamtranking der Städte-Attraktivität belegt Freiburg hinter München, Frankfurt am Main, Berlin und Stuttgart einen sehr guten fünften Platz und klettert im Vergleich zum Vorjahr um vier Plätze nach oben.

Investitionen in Freiburg und im Umland lohnen sich

Die Angst nach einer Immobilienblase in Deutschland und auch in Freiburg ist spürbar. Nach unserer Analyse der aktuellen Marktforschungen und auf Grund unserer Marktkenntnis sehen wir aber derzeit keine wirkliche Bedrohung. Die Kauf- und Mietpreise stiegen zwar in den letzten Jahren deutlich an, sind aber gut zu begründen.

Gerade im Stadtgebiet Freiburg spricht einiges für eine weitere Preissteigerung. Insbesondere bei den Mietpreisen ist wohl noch ein gewisser Nachholbedarf vorhanden. Die größten Preissteigerungen wird es aber im Freiburger Umland geben. Orte mit einer guten Infrastruktur und Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz werden in den nächsten Jahren deutlich an Wert gewinnen.

Wie denken Sie über den Freiburger Immobilienmarkt und teilen Sie unsere Einschätzung? Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Beiträge zu diesem Thema – auch auf Facebook unter www.facebook.com/N1.IMMO.

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