Mit diesen Tipps gelingt die Immobilien-Finanzierung

Die größte Hürde beim Erwerb von Immobilien stellt oftmals die Finanzierung dar. Nicht nur, dass es bei vielen auf Grund der hohen Gesamtkosten gar nicht erst zum Spatenstich kommt. Einige Interessenten übernehmen sich so sehr, dass Sie langfristig mit den existenziellen Folgen zu kämpfen haben. Damit Ihnen dies erspart bleibt, geben wir Ihnen neun Tipps mit auf den Weg, die Sie bei der Finanzierung Ihrer Neubau- oder Bestandsimmobilie unbedingt beachten sollten. 

Eine eigene Immobilie nur durch Eigenkapital zu erwerben, können die Wenigsten realisieren. Ein Großteil ist auf eine Finanzspritze durch Förderungen oder teils hohe Darlehen angewiesen, wobei die finanzielle Belastung oftmals über das gesamte Berufsleben andauert.

Daher sollten Sie sich im Vorhinein ausreichend Gedanken über die Finanzierung machen, auch wenn Immobilienschulden auf Grund ihrer geringen Kaufkraftverluste und dem Schutz gegen die Inflation oftmals gar als „gute Schulden“ tituliert werden. Das bringt Ihnen jedoch reichlich wenig, wenn die monatliche Belastung für Sie zu hoch ist.

Unsere Tipps zur Immobilien-Finanzierung

Damit es gar nicht erst soweit kommt und Sie sich schon jetzt auf Ihr künftiges Eigenheim freuen dürfen, verraten wir Ihnen im Folgenden neun Tipps zur Finanzierung Ihrer Immobilie:

1. Überlegen Sie, ob der Erwerb einer eigenen Immobilie überhaupt Sinn macht

Müssen Sie im beruflichen Alltag flexibel sein oder möchten Sie eine Immobilie in einem Viertel kaufen, dass finanziell nur schwer für Sie umsetzbar ist? Dann sollten Sie sich Gedanken machen, ob ein Kauf einer Neubau- oder Bestandsimmobilie überhaupt Sinn macht.

Vielleicht sind Sie mittel- bis langfristig bei einem gemieteten Objekt weitaus besser aufgehoben. Zumindest verlieren Sie dadurch nicht Ihre Flexibilität.

2. Ermitteln Sie Ihren Status quo

Haben Sie sich entschieden, in Ihre eigene Immobilie zu investieren, dann ist der nächste Schritt, sich über Ihren finanziellen Status quo Gedanken zu machen, bevor Sie sich auf die Suche nach einem passenden Objekt begeben. Welche finanzielle Mittel stehen Ihnen bereits zur Verfügung und wie hoch ist Ihr Eigenkapital?

Überlegen Sie, wo Sie Geld „geparkt“ haben, auf das sie ohne Verluste direkt zugreifen können, zum Beispiel beim Sparbuch oder dem Bausparvertrag. Vielleicht verfügen Sie über eine laufende Riesterrente oder Lebensversicherung, deren Laufzeit demnächst endet. Begehen Sie nur nicht den Fehler und planen Sie langfristig unsichere Geldquellen, wie zum Beispiel ein Erbe oder Wertpapiergeschäfte mit ein.

3. Machen Sie sich Gedanken über die Gesamtkosten

Nachdem Sie Ihren Status quo ermittelt haben, sollten Sie diesen mit den Gesamtkosten Ihrer Immobilie abgleichen. Wieviel Geld brauchen Sie tatsächlich zur Immobilien-Finanzierung? Gibt es weitere Kosten, die auf Sie zukommen, zum Beispiel indem Sie individuelle Änderungen vornehmen möchten.

Verzichten Sie, wenn Ihnen das nötige Kleingeld fehlt, auf teure Extravaganzen. Auch Lagen in noblen Vierteln sind nicht immer ratsam. Suchen Sie sich daher nicht nur eine Immobilie im Trendviertel von heute, sondern vielmehr in einem von morgen. Das spart Ihnen eine Menge Geld und ist langfristig eine äußerst lukrative Investition.

4. Prüfen und beantragen Sie die Förderungen frühzeitig

Überprüfen Sie, welche Förderungen Ihnen zustehen und holen Sie sich hierfür Rat bei einem oder am besten gleich mehreren Experten, die Ihnen Auskunft über die verschiedenen Möglichkeiten geben. Stellen Sie die Anträge frühzeitig, damit Sie keine wichtigen Fristen versäumen und dadurch auf hilfreiche Subventionen verzichten müssen.

5. Beachten Sie die fixen Kosten nach dem Erwerb der Immobilie

Der Kauf einer Immobilie bedeutet nicht gleich, dass Ihnen anschließend keine fixen Kosten mehr entstehen. Ganz im Gegenteil: Zwar müssen Sie keine Miete mehr bezahlen, Kosten für die Energie, Müllentsorgung, Versicherungen und die jährlich anfallende Grundsteuer bleiben dennoch bestehen. Beim Erwerb einer Eigentumswohnung fallen zudem noch Verwaltungsgebühren, Rücklagen und Instandhaltungskosten an.

6. Nicht zu viel von Ihrem Nettoeinkommen zur Tilgung des Darlehens einplanen

Behalten Sie beim Abschluss Ihres Darlehens immer die Annuität (Zins und Tilgung) im Blick. Setzen Sie diese nicht zu hoch an, um nicht Monat für Monat unter unnötigen Druck zu geraten. Viele Banken erlauben zudem jährliche Sondertilgungen, die Ihnen eine flexible Rückzahlung des Darlehens ermöglicht. Ihr monatliches Nettoeinkommen muss Ihre sonstigen Lebenshaltungskosten aber weiterhin decken und Sie sollten auf Notfallreserven zugreifen können.

7. Schaffen Sie einen Puffer für außerplanmäßige Zahlungen

Die Reserven sind es auch, die Sie bereits vor dem Erwerb einer Immobilie aufgebaut haben sollten. Ein Puffer von mehreren tausend Euro kann vor allem bei außerplanmäßigen Zahlungen eine große Rolle spielen.

Insbesondere bei Bestandsimmobilien ist ein solcher Puffer für unvorhergesehene Reparaturen und Instandhaltungen unbedingt ratsam.

8. Lassen Sie sich nicht vom niedrigen Bauzins blenden, wenn das Kapital fehlt

Beim Neubau lädt der aktuelle Tiefstand des Bauzinses zum Erwerb ein. Lassen Sie sich davon jedoch nicht verleiten, wenn Ihnen das nötige Eigenkapital zur Finanzierung fehlt. Der niedrige Bauzins sollte vielmehr Anlass dazu sein, höhere Tilgungssätze in Ihre Finanzierung aufzunehmen.

9. Holen Sie verschiedene Angebote zur Immobilien-Finanzierung ein

Ihre Hausbank ist bei der Finanzierung der bequemste Weg um eine Finanzierung anzufragen. Greifen Sie aber zusätzlich auf den Rat von Immobilienmaklern sowie Beratern und Institutionen aus der Finanzbranche zurück und vergleichen Sie die unterschiedlichen Angebote.

Egal für welche Bank oder Finanzierungspartner Sie sich entscheiden, Sie sollten genau wie bei der Immobilie auch ein gutes Gefühl bei der Beratung haben.

Wir unterstützen Sie bei der Finanzierung

Haben Sie die von uns genannten Tipps umgesetzt, dann steht dem Erwerb Ihrer künftigen Neubau- oder Bestandsimmobilie nichts mehr im Wege. Da die Finanzierung ein wesentlicher Faktor ist, sollten Sie sich im Vorhinein genügend Zeit dafür nehmen und Ihre Möglichkeiten vor der Immobiliensuche in Erfahrung bringen.

Wir von N1 Immo stehen Ihnen bei Fragen natürlich jederzeit zur Verfügung. Zudem haben wir mit der GFA Finanzberatung GmbH einen Partner, auf den wir uns voll und ganz verlassen können. So steht Ihnen die Baufinanzierungsabteilung der GFA von der Darlehensanfrage bis hin zur letzten Auszahlung zur Seite.

Haben Sie weitere Fragen zur Immobilien-Finanzierung? Dann freuen wir uns auf Ihren Kommentar.

Bildquelle: Fabian Blank | unsplash.com

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