Aktuelles zum Bestellerprinzip

In den vergangenen Monaten wurde das Bestellerprinzip in der Immobilienbranche heiß diskutiert. Worum es dabei geht, welche Änderungen dadurch in Kraft treten und warum sich Vermieter trotzdem für einen Makler entscheiden sollten, verraten wir Ihnen in unserem heutigen Blogbeitrag.

Im Herbst 2013 wurde bei den Koalitionsverhandlungen zwischen der SPD und CDU der Beschluss zur Einführung des Bestellerprinzips gefasst. Die geplante Gesetzesänderung betrifft ausschließlich Wohnraummietverträge und besagt, dass derjenige Provision zahlen soll, der den Makler beauftragt. In der Regel ist dies der Vermieter. In Kraft treten soll diese Regelung frühestens ab dem 1. April 2015.

Was ändert sich durch das Bestellerprinzip?

Gemeinsam mit dem Beschluss über die Mietpreisbremse soll das Bestellerprinzip dazu führen, dass Wohnen trotz gestiegener Anforderungen an die Energieeffizienz günstiger wird. Vor allem Mieter in Ballungsräumen, in denen aktuell noch viel über Außenprovisionen vermietet wird, sollen entlastet werden. Ob dies tatsächlich der Fall sein wird, bleibt zu bezweifeln.

Auch die Frage, ob Vermieter zukünftig auf einen Immobilienmakler gänzlich verzichten, um sich Kosten zu sparen und Makler dadurch schwerer an Aufträge gelangen, ist durchaus berechtigt. Es gibt also noch einige Punkte zu klären, bevor die Gesetzesentwürfe, die sich aktuell im so genannten parlamentarischen Verfahren befinden, verabschiedet werden. Die Diskussionen um das Bestellerprinzip laufen bereits seit einigen Monaten auf Hochtouren

Warum Vermieter trotzdem auf einen Makler zurückgreifen?

Beauftragt ein Vermieter keinen Makler, dann spart sich dieser eine gewisse Provision, was sich anfangs lukrativ anhören mag. Allerdings gibt es einige Aspekte, die bei der Vermietung eines Objekts beachtet werden sollten. So ist es für Eigentümer auf Grund fehlender Erfahrungswerte oftmals sehr schwer, den richtigen Marktpreis und geeigneten Mieter innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausfindig zu machen.

Der Immobilienmakler kann nicht nur mit aktuellem Fachwissen glänzen, sondern hat zugleich einen besseren Überblick über den lokalen Immobilienmarkt. Auch die Bewerbung der jeweiligen Immobilie spielt eine bedeutende Rolle und ist oftmals mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Bereits ein kleines Exposé mit Bildern, Grundrissen und Texten zu erstellen, ist für viele Vermieter zu zeitintensiv – vom Schalten der Inserate in den Onlineportalen und Printmedien abgesehen.

Hinzu kommt die Bearbeitung der Anfragen sowie die Besichtigungstermine an sich. Gerade im Freiburger Immobilienmarkt ist es der zeitliche Aufwand, der viele Vermieter vor der Eigenvermarktung abschreckt und sie auf den Service von Maklern zurückgreifen lässt.

Wer bestellt, der soll auch zahlen

Wir blicken dem Bestellerprinzip alles andere als negativ entgegen, da es auch unserer Arbeitsauffassung entspricht. Wer eine Dienstleistung in Anspruch nimmt, sollte auch dafür bezahlen. Dies gilt unserer Meinung nach nicht nur für die Vermietung einer Immobilie – sondern auch für den Verkauf. In den meisten Fällen, können wir den Eigentümern unseren Mehrwert und die Vorteile einer provisionsfreien Immobilie für den Käufer aufzeigen.

Das Bestellerprinzip wird hoffentlich auch den Markt von einigen unseriösen „Maklern“ reinigen und den Berufsstand des Maklers ein wenig verbessern. Aber auch wir sehen uns in der Pflicht uns noch breiter aufzustellen und Ihnen sowohl einen Mehrwert durch unsere Dienstleistungen zu bieten, als auch durch unser Fachwissen und unsere Erfahrung zu glänzen. Ihnen als Kunde, egal ob Mieter oder Vermieter, kommt das Bestellerprinzip zu Gute.

Und eigentlich ist es doch auch ganz fair, dass derjenige bezahlt, der etwas bestellt, oder wie stehen Sie zu dieser Thematik? Wir werden Sie auf alle Fälle wissen lassen, sobald das Gesetz zum Bestellerprinzip verabschiedet wurde. Aktuelle Informationen von uns und aus der Immobilienbranche erhalten Sie übrigens auch auf unserer Facebook-Fanseite.

This article has 2 comments

  1. Thomas Reply

    Hier wurde endlich eine ganz wichtige Regelung getroffen, denn über die Maklerkosten kam es ja in der Vergangenheit immer wieder zu Streitigkeiten. Jetzte steht ganz klar fest, wer diesen bestellt, hat diesen zu zahlen, so dass die Kosten hier nicht einfach auf die neuen Mieter abgewälzt werden können.

    • N1 Immo Reply

      Hallo Thomas,
      wir denken auch, dass es an der Zeit war, eine solche Regelung einzuführen, um Streitigkeiten zu vermeiden beziehungsweise diese zu umgehen. Dass es nun auch „unseriöse“ Makler schwerer haben werden und derjenige zahlt, der den Makler bestellt hat, sind sicherlich zwei weitere große Vorteile.
      Viele Grüße aus Freiburg.

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