Immobilienmarktbericht 2014: Überblick zu Freiburgs Immobilienmarkt

In den vergangenen Tagen wurde der Immobilienmarktbericht für das Jahr 2014 veröffentlicht. Dieser beruht auf den Daten, welche der Gutachterausschuss erhoben hat. Wir haben die wichtigsten Punkte des Berichts für Sie zusammengefasst.

Die starke Nachfrage nach Immobilien in Freiburg, welche wir in unseren letzten Blogartikeln regelmäßig angesprochen haben, wurde durch den Gutachterausschuss nochmals bestätigt. Schließlich gab es im Jahr 2014 weniger Verkäufe von Häusern, Grundstücken und Wohnungen als noch im Jahr zuvor. Auch preislich gingen die Immobilienpreise in die Höhe, sodass im vergangenen Jahr laut Immobilienmarktbericht 781 Millionen Euro ihren Besitzer wechselten, wobei das teuerste Eigenheim 2,75 Millionen Euro kostete und das preiswerteste 68.000 Euro.

Unbebaute Gründstücke

Im Jahr 2014 gab es laut Gutachterausschuss 15 Grundstücksverkäufe für ein bis zwei Familienwohnhausbauplätze, also genau die Hälfte im Vergleich zu 2013. Diese hatten einen durchschnittlichen Preis von 195.822 Euro und befanden sich vornehmlich in den Außengemarkungen Hochdorf, Munzingen und Ebnet und hatten eine durchschnittliche Größe von 430 Quadratmetern.

Bei den unbebauten Grundstücken für mehrgeschossige Wohnhausbauplätze gab es lediglich elf Verkaufsfälle, wovon acht in der Gemarkung Brühl am Güterbahnhofsgelände und zwei in Herdern stattfanden. Durch die geringe Anzahl der verkauften Grundstücke wird deutlich, dass das Angebot an freien Flächen sehr gering ist. Auch in diesem Jahr wird sich dies kaum ändern, denn das Neubaugebiet Gutleutmatten (Haslach) und die Flächen am Güterbahnhof (Brühl) werden nur eine kleine Verbesserung mit sich bringen. Ein neuer Stadtteil wird daher dringend benötigt, um das Angebot zu verbessern und die daraus resultierenden Kaufpreise zu senken beziehungsweise gleichzuhalten. Dieser ist mit dem Stadtteil Dietenbach nun auch in Planung.

Bebaute Grundstücke

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern wurden für den Neubau von Reiheneck- und Doppelhaushälften im Durchschnitt 650.000 Euro investiert, wobei sich die durchschnittliche Grundstücksgröße auf 303 Quadratmeter begrenzte. Ungefähr 570.000 Euro wurden für Reihenmittelhäuser mit einer Grundstücksgröße von 162 Quadratmeter bezahlt, wobei die Anzahl an fünf Verkäufen für sämtliche Stadtteile nicht unbedingt als repräsentativ anzusehen ist und selbst die Preissteigerung um 35 Prozent nicht als Maßstab herangezogen werden kann.

Weitaus mehr Verkäufsfälle, nämlich 38, wurden im Bestandsbereich bei den Reiheneck- und Doppelhaushälften registriert, welche einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 417.000 Euro bei einer Grundstücksgröße von 348 Quadratmeter hatten. 32 Verkaufsfälle konnten bei den Reihenmittelhäusern ausgewertet werden. Diese beliefen sich wiederum auf durchschnittliche Kosten von 387.000 Euro bei einem Grundstücksanteil von 232 Quadratmetern.

Weitaus höhere Werte, sowohl hinsichtlich der Grundstücksgröße als auch des Verkaufspreises erzielten freistehende Häuser in 1 a Lage. Insgesamt wurden hier 24 Kauffälle dokumentiert. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag dabei bei 1,12 Millionen Euro bei einer Grundstücksfläche von 1.001 Quadratmetern. Mit 464.000 Euro wurden die Häuser verkauft, die durchschnittlich 706 Quadratmeter Grundstücksfläche vorweisen konnten und sich nicht in 1 a Lage befanden.

Wohnungseigentum Neubau

Der wohl spannendste Bereich im Freiburger Immobilienmarkt ist sicherlich der Wohnungseigentumsmarkt, wobei wir uns hier primär dem Neubausektor widmen möchten. So wurden im vergangenen Jahr 251 Neubauwohnungen verkauft, was im Vergleich zu den vorherigen Jahren 2011 (534), 2012 (354) und 2013 (304) eine deutliche Reduzierung darstellt.

Insgesamt 64 der Verkäufe wurden in der Preisklasse zwischen 300.000 und 400.000 Euro getätigt. Bei der Preisklasse bis 500.000 Euro gab es weitere 47 Verkäufe, was zeigt, dass sich auch hier das Preisniveau angehoben hat, schließlich war 2013 mit 98 Wohnungen der Großteil im Segment von 200.000 und 300.000 Euro der verkauften Wohnungen angesiedelt.

Eine vergleichsweise geringe Steigerung um sieben Prozent hat zudem der Preis pro Quadratmeter hinsichtlich der Wohnfläche zu verzeichnen, der 2014 im Durchschnitt bei 4.534 Euro lag. Die Erhöhung begründet sich auch darin, dass 46 Studentenwohnungen verkauft wurden, die auf Grund ihrer Größe teurer sind. Ohne diese würde sich der durchschnittliche Preis um ungefähr 89 Euro pro Quadratmeter reduzieren.

Mit 38 Prozent wurden die meisten Wohnungen mit einer Fläche von mehr als 100 Quadratmeter verkauft, dicht gefolgt von den Einheiten mit 66 bis 100 Quadratmeter (34 Prozent) und den Wohnungen bis 45 Quadratmeter (15 Prozent). Die Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von 46 bis 65 Quadratmeter kamen immerhin auf einen Anteil von 13 Prozent.

In Bezug auf die Quadratmeterpreise der einzelnen Stadtteile liegen Hochdorf, Rieselfeld, Haslach und St. Georgen mit Preisen von etwa 3.100 bis 3.800 Euro am unteren Ende. Im Mittelfeld rangieren die Stadtteile Vauban, Brühl, Günterstal, Mooswald und Littenweiler (3.900 bis 4.100 Euro), während die Wiehre, Herdern, Neuburg, Oberau und Zähringen mit durchschnittlichen Preisen von knapp 4.900 bis 6.400 Euro wie bisher zu den Top-Stadtteilen zählen.

Eigentumswohnungen Bestand ohne Erbpacht

Nur kurz möchten wir auf die Verkäufe im Bestand eingehen. Die ausgewerteten Verkaufsfälle lagen hier mit 988 Stück knapp unter dem Niveau vom Vorjahr, wobei der durchschnittliche Verkaufspreis 2.648 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche betrug. In Neuburg wurden die teuersten Wohnungen mit einem Kaufpreis von 3.928 Euro pro Quadratmeter dotiert, gefolgt von der Altstadt (3.624 Euro pro Quadratmeter).

Herdern und die Wiehre, die wir in einem unserer vergangenen Blogbeiträge bereits näher vorgestellt haben, ordnen sich mit knapp 3.200 Euro pro Quadratmeter auf den Rängen drei und vier ein. Weitaus weniger betrug der Kaufpreis in den Stadtteilen Landwasser, Tiengen und Weingarten, wo der durchschnittliche Kaufpreis 1.750 Euro pro Quadratmeter betrug.

Ausblick auf den Freiburger Immobilienmarkt

Die Zahlen aus dem Immobilienmarktbericht lassen uns weiterhin auf eine weniger rosige Zukunft für Immobilienkäufer blicken, schließlich steigt die Nachfrage nach Immobilien weiterhin an, das Angebot an Objekten stagniert jedoch. Um neue Grundstücke und Immobilien in Freiburg anbieten zu können, wird ein neuer Stadtteil daher dringend benötigt. Mit dem Ausbau von Dietenbach zwischen 2020 und 2023 geht bereits ein erster Schritt in diese Richtung, schließlich soll Platz für mehr als 11.000 neue Einwohner in Freiburg geschaffen werden.

Um bei der geringen Anzahl an Angeboten im Freiburger Immobilienmarkt keine Schnellschüsse zu ziehen, ist es wichtig, dass Sie sich im Vorhinein einen Blick über den Stadtteil und die Immobilie selbst verschaffen. Wir stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung und freuen uns auf eine spannende Zukunft des Immobilienmarktes in einer der beliebtesten Städte Deutschlands – unserem schönen Freiburg.

Bildquelle: Jeff Sheldon / unsplash.com

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