Wir stellen vor: Herdern, der Stadtteil im Nordosten Freiburgs

Freiburg ist unsere Heimatstadt und genau deshalb liegt es uns ganz besonders am Herzen Ihnen die einzelnen Bezirke der Stadt im Breisgau im Detail vorzustellen. Daher fokussieren wir uns heute voll und ganz auf den Stadtteil Herdern. Was ihn so besonders macht und warum es sich dort besonders gut leben lässt, erfahren Sie in den folgenden Zeilen.

Haben wir im vergangenen Beitrag unserer Stadtteile-Serie die Wiehre genauer unter die Lupe genommen, so blicken wir diesmal auf Herdern, das etwas nördlicher in Freiburg liegt. Der Stadtteil Herdern verfügt über mehr als 11.000 Einwohner, die übrigens Herdermer genannt werden, und grenzt sowohl an die Innenstadt als auch die Westhänge des Rosskopfs, von dem man eine wunderschöne Aussicht auf die gesamte Stadt hat.

Ein Blick in die Vergangenheit

Das ehemalige Winzerdorf kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, schließlich ist der Stadtteil eines der am frühesten besiedelten Gebiete des heutigen Stadtgebietes. Was die Namensgebung betrifft, so gehen Sprachforscher davon aus, dass dieser durch den damaligen Viehtrieb durch das Dorf und den sehr hohen Viehbestand entstanden ist und sich aus dem Namen Herde ableitete.

Wie auch die Wiehre, Zähringen und Gundelfingen war Herdern ursprünglich ein eigenständiges Dorf, das im Jahre 1008 erstmals urkundlich erwähnt und gut 400 Jahre später, nämlich 1457, eingemeindet wurde. Einen wahren Bauboom gab es im 19. Jahrhundert rund um den alten Dorfkern, wo an den Hängen prunkvolle Villen mit großzügigen Grundstücken entstanden, die noch heute in der Mozartstraße und der Stadtstraße bewundert werden können. Im 20. Jahrhundert wurde die Bautätigkeit dann schließlich im nördlichen Teil fortgesetzt.

Beliebte Ausflugsziele in Herdern

Neben den Villen in Hanglage gibt es in Herdern noch ganz andere Dinge zu entdecken. So befindet sich dort mit der „FABRIK für Handwerk, Kultur und Ökologie“ zum Beispiel eines der größten und ältesten sozio-kulturellen Zentren Deutschlands, wo 1987 unter anderem das erste Freiburger Blockheizkraftwerk eingebaut wurde. Bekannt ist den Freiburgern das Gelände aber vor allem durch das Vorderhaus, das nicht nur eine gut besuchte Kleinkunstbühne beherbergt, sondern auch mit einem empfehlenswerten Restaurant ausgestattet ist.

Für Leute, die dem Alltag entfliehen möchten, ist der Rosskopf im Osten Herderns der ideale Platz dafür. Der knapp 737 Meter hohe Berg zwischen dem Glottertal und dem Dreisamtal eignet sich bestens dafür, um einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt zu genießen und auf den Wiesen abzuschalten. Auch Sportfreaks wird auf dem Rosskopf wegen der abwechslungsreichen Wanderwege und Mountainbike-Trails garantiert nicht langweilig. Die Jüngeren können sich zudem einmal pro Jahr beim Seifenkistenrennen austoben, das nicht nur bei den Piloten selbst überaus beliebt ist.

Ebenfalls zum Entspannen lädt neben der Panoramawiese Eichhalde, die prädestiniert fürs Picknicken und dem Genießen des Sonnenuntergangs ist, auch der Botanische Garten der Universität in der Schänzlestraße ein. Und wer lieber etwas mehr Trubel mag und seine Zeit mit Einkaufen verbringen möchte, der sollte sich den zweimal pro Woche stattfindenden Bauernmarkt an der katholischen Kirche St. Urban und die einzelnen Läden, die sich um die Kirche herum verteilen, nicht entgehen lassen.

Wohnen im ehemaligen Winzerdorf

Auf Grund seiner ruhigen, naturnahen Lage und dem hohen Grünanteil ist Herdern ein gehobenes Wohnviertel. Das ist auch ein Grund dafür, warum die Immobilien vergleichsweise, ausgenommen der Westrand des Stadtteils, sehr teuer sind. Während der ebene Teil Herderns durch herrliche Alleen und Jugendstilvillen besticht, sind in Hanglage vermehrt Ein- und Mehrfamilienhäuser mit einem tollem Blick auf die Stadt angesiedelt.

Nach einem Bericht im Freiburger Stadtmagazin Chilli wurde im neuen Baugebiet um St. Urban im Jahr 2013 für eine Fünfzimmerwohnung ein Quadratmeterpreis von 8.283 € bezahlt! Dieser Höchstpreis dürfte wohl auch heute noch Bestand haben. Aktuell gibt es nur wenige Neubauwohnungen im Angebot. Die Kaufpreise liegen hier zwischen 5.000 € und mehr als 7.000 € pro Quadratmeter Wohnfläche.

Obwohl es in Herdern eher ruhig zur Sache geht, ist man bereits in wenigen Minuten in der Innenstadt. Etwas lauter kann es schon mal an der Habsburgerstraße werden, da diese eine bedeutende Ein- und Ausfallstraße für Kraftfahrzeuge aus Freiburgs Zentrum ist. Die Verkehrsbelastung ist hier daher entsprechend hoch und die Wohnqualität doch etwas eingeschränkt, was sich allerdings auch in den etwasgünstigeren Preisen widerspiegelt.

Ansonsten dürfen sich sowohl jung als auch alt an einer großen Dichte an für sie notwendigen Institutionen in Herdern erfreuen. Während die jungen Herdermer mit ausreichend Kindergärten und Schulen versorgt sind, gibt es auch für die älteren ein breites Angebot an Seniorenwohnanlagen – prozentual betrachtet sogar die meisten innerhalb Freiburgs. Wohnen lässt es sich in Herdern also ganz besonders gut.

Hohe Wohnqualität hat ihren Preis

Wie auch die Wiehre zählt Herdern zu den beliebtesten Stadtteilen Freiburgs. Die Ruhe, die vielen Grünflächen, die Jugendstilvillen, die Nähe zur Innenstadt und die Hanglage sorgen für eine hohe Nachfrage auf dem Immobilienmarkt. Dass sich dies auch preislich auf die Wohn- und Mietpreise auswirkt ist die logische Konsequenz daraus.

Wenn Sie Interesse an einem Objekt in Herdern haben oder mehr über den Stadtteil im Nordosten der Stadt erfahren möchten, dann nehmen Sie gerne jederzeit Kontakt mit uns auf. Wir als Freiburger kennen uns nicht nur bestens in und um Herdern aus, sondern finden auch die passende Immobilie für Sie.

Und falls Sie noch am Grübeln sind, warum Sie sich gerade für Freiburg entscheiden sollten, haben wir mit unserem vergangenen Blogbeitrag Freiburg im Immobilienmarkt interessanter denn je noch eine abschließende Leseempfehlung für Sie.

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